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Disclaimer: Die Figuren sowie die kompletten Handlungen gehören MIR! Seh ich diese Storys irgendwo anders ohne meine Erlaubnis, gibts Haue!
 
 
 
~Pain~




Sie rannte aus dem Park. Sie wollte nur noch weg von hier. Weg von ihm. Wie konnte er ihr das nur antun? Sie rannte immer weiter, ohne wirklich zu wissen, wohin sie ihre Füße trugen.

Tausende von Bildern kamen ihr nach und nach in den Sinn. Wie ein Film der vor ihrem geistigen Auge abspielte. Sie hatte gedacht, es war ihm ernst. Hatte gedacht, er liebt sie. Doch mit einem Mal schien all ihr Glück zerstört.

Eine Welt brach in ihr entzwei, als er ihr beichtete, dass er sie betrogen habe. Es hat nichts bedeutet! Die Worte hallten in ihrem Kopf wieder. Immer und immer wieder. Sie konnte es nicht abschalten.

Völlig außer Atem ließ sie sich auf einer Wiese an einem See nieder. Ich liebe dich doch! Du musst mir glauben!, hatte er gesagt. Sie schnaubte verzweifelt. Wie hatte sie sich nur so in ihm täuschen können?

Seine verzweifelte Stimme erklang in ihren Ohren. Verlass mich nicht! Bitte!

Sie wusste nicht, was sie tun sollte. Der Schmerz saß tief. Sehr tief. So viel hatten sie zusammen durchgestanden. Warum das? Warum musste er ihr diesen Schmerz zufügen? War die vergangene gemeinsame Zeit denn nichts wert? War es ihm egal?

Sie hatte immer ein schlechtes Gefühl dabei gehabt, eine Fernbeziehung zu führen. Als er damals kurz bevor sie weggezogen war, zu ihr gekommen war und ihr seine Gefühle gestanden hat, war sie der glücklichste und doch traurigste Mensch auf Erden gewesen.

Doch jetzt? Was war jetzt? Hätte sie sich gar nicht auf diese Beziehung einlassen sollen? War die Sehnsucht zu groß, um die Treue zu halten? Wieso tat er ihr das an?

Tränen liefen stumm an ihren Wangen hinab. Verzweifelt, verletzt und ohne jegliche Hoffnung fing sie an zu schluchzen. Jede einzelne Träne war wie ein Stich eines brennenden Messers in ihr Herz.

In zwei Monaten hatte sie geplant, wieder zurückzuziehen. Seinetwegen.

Sie spürte, wie sich jemand neben sie ins Gras setzte. Sie spürte, dass er es war. Er. Ihre Liebe. Ihre Enttäuschung. Ihr Schmerz.

„Ich weiß, du hasst mich dafür.“, sagte er. Seine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. „Aber ich liebe dich. Und nichts in der Welt wird das jemals ändern.“

„Warum hast du’s dann getan? Warum?“, hauchte sie. Sie sah ihn nicht an. Es schmerzte zu sehr.

„Ich hatte zu viel getrunken.“, als er hörte, wie sie schnaubte, senkte er den Kopf. „Ich weiß, das ist keine Entschuldigung. Ich hatte die Kontrolle über mich selbst verloren.“

Sie stand auf und blickte ihn von oben herab an. „Wie soll ich dir jemals wieder vertrauen?“

Nun stand auch er auf. Er sah ihr in die Augen und sie konnte Tränen in ihnen sehen. Die blau-grauen Augen, die sonst immer voller Lebenskraft waren, waren nun gefüllt mit Trauer und Reue. „Du bist das Wichtigste in meinem Leben. Bitte, verlass mich nicht. Ich liebe dich. Ich will und kann ohne dich nicht leben.“

„Das hättest du dir vorher überlegen sollen.“, erwiderte sie leise, drehte sich um und ließ ihn am See stehen. Tränen liefen unhaltbar an ihren Wangen hinab und der Schmerz stach immer wieder auf sie ein. Sie wollte ihn nicht mehr sehen. Nicht mehr hören. Nicht mehr riechen. Nicht mehr fühlen. Es tat einfach zu sehr weh...

 

 

 

~.~

 

 

 

~Und am Ende steht immer die Liebe~



Sie lief durch die Straßen, die alle so bunt und farbenfroh geschmückt waren. Mit Lichterketten, Weihnachtsmusik, Tannenzweigen und es lag der Duft von Glühwein und Zimt in der Luft. Sie sog all das in sich auf und spürte, wie die Tränen in ihr aufstiegen.
Sie beobachtete die Menschen, die alle mit strahlenden Gesichtern durch die Straßen liefen, in die Geschäfte stürzten, um die letzten Weihnachtsgeschenke zu besorgen.
Die Paare, die händchenhaltend durch die Straßen gingen versetzten ihr die größten Schmerzen. Sie vermisste das Gefühl von trauter Zweisamkeit.

Das letzte Mal hatte sie ihn vor ungefähr 4 Monaten gesehen. Es war so schön gewesen. Er hatte 2 Wochen bei ihr gewohnt. Er war beruflich in ihrer Stadt gewesen. Es waren die schönsten 2 Wochen ihres Lebens gewesen. Doch seit er abgereist war, hatte sie ihn nie wieder gesehen. Drei Tage später hatte seine Mutter bei ihr angerufen. Sie hatte ihr erzählt, dass er verhaftet worden war. Sie hatte ihr seine Adresse gegeben, doch mehr konnte auch sie nicht tun.

Sie blieb vor einem Schaufenster stehen und starrte auf die Weihnachtsartikel darin. Der Schmerz fraß sie von innen immer mehr auf und immer und immer wieder musste sie an den Tag zurückdenken, an dem sie seine Mutter angerufen hatte…


…Wie hypnotisiert ließ sie den Telefonhörer sinken und beendete das Gespräch mit einem Knopfdruck. 2 Monate Beziehung und dann das. Sie ließ sich auf ihr Sofa fallen und starrte ins Leere. Ihr Blick war leer. Sie sah die Wand ihr gegenüber an, doch eigentlich sah sie sie nicht. Tausend Bilder erschienen vor ihrem geistigen Auge. Er hatte ihr von seiner Vergangenheit erzählt. Aber dass es schon so bald passieren könnte, hätte sie nicht gedacht. Darauf war sie nicht vorbereitet gewesen.

Sie sah auf die Adresse auf dem Fetzen Papier in ihrer Hand hinab. Es war also wirklich Realität geworden. Er war fort…

Die Tränen liefen ihr bei den Worten unaufhaltbar an den Wangen hinab. Ihre Hände begannen zu zittern. Ihr wurde schwindelig. Alles fing an, sich zu drehen.

Trotzdem griff sie nach einem Blatt Papier und einem Stift und begann zu schreiben…Tränen tropften auf das Papier, doch die Kugelschreibertinte verschwamm nicht. Sie blieb unversehrt. Sie versicherte ihm in diesem Brief mehrmals, dass er sich keine Sorgen machen brauchte, dass sie an ihn glaubte, dass sie ihn liebte, dass sie auf ihn warte, dass sie ihn unterstützte. Sie schrieb all ihre Gedanken und Gefühle nieder, bis nichts mehr da war, das sie niederschreiben konnte. Behutsam faltete sie den Brief zusammen, steckte ihn in einen Umschlag, schrieb seine und ihre Adresse darauf, klebte eine Briefmarke drauf und machte sich auf den Weg zum Briefkasten. Bevor sie den Brief einwarf, küsste sie noch einmal die Rückseite des Briefes und warf ihn dann schließlich in den gelben Kasten.

Schweren Herzens drehte sie sich um und ging in ihre Wohnung zurück. Sie warf sich in ihr Bett und wollte für den Rest des Tages nichts mehr hören, fühlen, sehen oder spüren. Sie wollte einfach nur da liegen ohne irgendwelche Gedanken zu haben…

Sie hatte niemals eine Antwort auf diesen Brief erhalten. Was ihre Verzweiflung und ihren Schmerz nur noch steigerte. Jeden Tag hatte sie hoffnungsvoll auf Post von ihm gewartet. Doch vergebens. Bis zum heutigen Tag kam kein Brief an. Und trotz all den Schmerzen und all den Tränen, die sie wegen ihm weinte, weil er sich nicht meldete, verringerten sich nicht ihre Gefühle für ihn. Ganz im Gegenteil. Von Tag zu Tag wurden sie nur noch stärker. Ihre Hoffnung stieg immer wieder an, dass ja doch eines Tages ein Brief von ihm in ihrem Briefkasten sein würde.

Sie seufzte, drehte sich um und ging nach Hause. Es war Heilig Abend. Ihre Eltern waren bei ihren Verwandten in den USA, folglich war sie ganz alleine zu Hause. Sie wollte Weihnachten dieses Jahr auch bloß mit einem einzigen Menschen verbringen. Doch dieser einzige Mensch wurde von ihr ferngehalten. Oder vielleicht auch nicht? Vielleicht wollte er ihr auch einfach nicht schreiben? Vielleicht dachte er, sie sei zu schwach, um das durchzustehen?

Sie schloss ihre Wohnung auf und betrat diese.

Auf dem Couchtisch im Wohnzimmer lag die Weihnachtspost. Sie öffnete den Brief von ihren Eltern.

Manchmal benötigt man ein wenig mehr als Liebe. Fröhliche Weihnachten!

Sie runzelte ihre Stirn. Seit wann schrieb ihre Mutter so komische Karten? Ihre Mutter war nie Fan von Rätselbotschaften gewesen. Sie war stark irritiert von ihrer eigenen Mutter. Doch bevor sie groß darüber nachdenken konnte, klingelte es an der Tür.

Ihre Verwirrung stieg und sie lief zur Tür um sie zu öffnen. Sie öffnete den Mund um etwas zu sagen, doch es kam kein Wort raus, als sie erkannte, wer da vor ihr stand. Sie stand völlig fassungslos, mit offenem Mund in ihrem Türrahmen und sah die Person ihr gegenüber an.

Er stand dort mit unsicherem Blick. Zurückhaltend. Mit einem ganz kleinen schüchternen Lächeln sah er sie an. Er wartete darauf, dass sie irgendetwas sagte, doch dazu war sie nicht fähig. Tränen standen ihr in den Augen und sie zog ihn in ihre Arme. Sie vergaß alles um sich herum. Es war nur wichtig, dass er da war. Alles andere zählte nicht.

Sie zog ihn in die Wohnung und schloss die Tür.

„Warum hast du nie geschrieben? Warum hast du nicht geantwortet?“, war das Erste was sie fragte.

Er machte große Augen. „Geantwortet? Du – Du hast mir geschrieben? Wann?“

Sie schluckte. „Gleich nachdem mich deine Mum anrief.“

„Ich – Ich habe nie einen Brief bekommen. Nie. Ich wollte dir schreiben, aber ich wusste nicht was. Ich saß vor dem Blatt Papier, doch ich habe keine Worte gefunden, dir mein Inneres zu offenbaren. Ich hatte solche Angst. Ich – Als dann nie ein Brief von dir kam, dachte ich, das wars. Ich wollte nur herkommen, um – um dir“, sie schnitt ihm die letzten Worte ab, indem sie ihre Lippen auf seine legte und sich ganz nah an ihn klammerte.

Er löste sich ein wenig von ihr und sagte mit einem erleichterten Lächeln auf den Lippen: „Fröhliche Weihnachten.“

























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